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Chronik
Was bedeutet überhaupt Chronik? Sie beschreibt die Entstehung und Geschichte des Verein bis zum heutigen Tag. Ebenso kann man aus der Chronik entnehmen, aus welchem Brauchtum bzw. Hintergrund dieser Verein entstanden ist. Die wahre Chronik des NV Haidachgeister Kressbronn e.V. Von Archivar Gustav von Rühling Die Haidachgeister dürften
schon auf eine ehrenwerte Vergangenheit zurückblicken. Als „Haidach" benannten
die mittelalterlichen Siedler von Hemigkofen und Nonnenbach jenes Gebiet, das
sich zwischen der heutigen Friedrichshafener Straße, den „Auen" südöstlich Dort war es dem Menschen
begreiflicherweise nicht recht geheuer. Denn es hatten dort so besonders gerne
die Wölfe ihr Quartier, weshalb der Ort Hemigkofen durch Aufrichtung von Fallen,
sogenannten „Wolfsgalgen", sich vor ihnen zu schützen suchte. Weder die Wölfe noch die Geister des „Haidach" sind den armen „Kressbronnern" von einst wohlgesinnte Geschöpfe gewesen. Daran hat sich wohl auch nicht viel geändert, seit die Montforter Grafen etwa um die Mitte des 15. Jahrhunderts einen Teil roden, d.h. kultivieren ließen. Dieses „nüwe gerüt" (der heutige Weiler Reute) wird in einer Erbteilungsurkunde der gräflichen Brüder Hugo und Ulrich von Montfort vom Jahre 1458 ausdrücklich erwähnt. Diese Urkunde ist übrigens die älteste des Hauptstaatsarchiv in Stuttgart, in der die Parzelle „Gohren" erwähnt wird. Obwohl den Haidachgeistern schon einmal der Garaus gemacht wurde sind doch einige von ihnen übrig geblieben. Und es geht das hartnäckige Gerücht um daß es wieder mehr und mehr an der Zahl werden.... In langen, kalten und dunklen Winternächten, wenn der Frost in den Wipfeln der Bäume klirrt, dann kann man manchmal sogar das schaurige Geister- und Wolfsgeheul aus den Tiefen des Haidachs hören. Das Narrenvolk von Kressbronn wird prüfen können, ob sie gutmütige Geister sind, oder ob man sich vor ihnen noch immer in Acht zu nehmen hat. Rü. |